Andrews, Mary Kay: „Sommernachtsträume“

Mary Kay Andrews: Sommernachtsträume

*****Zum Inhalt*****

Wie jedes Jahr fährt Riley den Sommer über auf „Belle Isle“. Dort hat sie ihre Kindheit und Jugend verbracht und dort liegt auch der Sitz des Familienunternehmens. Dieser Sommer wird jedoch anders. Ihr Mann Wendell kommt nicht zum vereinbarten Treffpunkt an der Fähre. Zu allem Überfluss ist ihre Tochter Maggy kurz zuvor an Diabetes erkrankt. Nach der Ankunft muss Riley feststellen, dies noch durch die Zwangsvollstreckung der Familiensommerresidenz getoppt wird. Wäre da nicht auch noch Nate, der Jugendfreund von damals, der Riley zur Seite stehen möchte, wie könnte sie das alles verkraften? Das klingt für mich – als großer Fan von Mary Kay Andrews Romanen – wie der klassische Plot einer schönen Sommergeschichte. Das gibt volle 5 Punkte.

*****Das Cover*****

Die „Sommernachtsträume“ sind das erste Buch, dass für mich ein etwas verändertes Cover hat. Man kann keine ganze „Szene“/Landschaft mehr sehen; die Farbe ist zwar (frauen-) freundlich, aber sehr dunkel. Zwar machen die Lichterketten einen gemütlichen Eindruck eines warmen Sommerabends, aber irgendwie fehlt mir der „Hintergrund“. Ich hätte gerne noch eine Veranda oder ähnliches gesehen. Daher gibt es für das Cover –> leider nur 2 Punkte.

*****Das Lesevergnügen*****

Die ersten Seiten sind mir sehr schwer gefallen. Ich bin nicht wie sonst in die Geschichte eingetaucht. Vielleicht lag es an dem Familiendrama: die 12-jährige Tochter Maggy (ein typischer Teenager) nervt, die Beziehung zwischen Riley und ihrem Ehemann Wendell scheint unter keinem guten Stern zu sehen. Kurz: die ersten knapp 100 Seiten fielen mir schwer. Dann kam der erste Höhepunkt und ich wurde neugierig. Auch angeregt durch die positiven Berichte anderer Leserinnen in der Lovelybooks-Leserunde habe ich mich nach einigen Tagen wieder dem Buch zugewandt. Ja, ich konnte es dann wie gewohnt an einem Stück zu Ende lesen. Aber für den Hänger zu Beginn und die Wandlung gibt es leider nur  –> 3 Punkte!

*****Stil/Sprache*****

Hier kommen wir in gewohnte Fahrwasser zurück. Mary Kay Andrews hat für mich einen schönen, klaren und leicht zu lesenden Schreibstil. Zwar nervt mich manchmal, dass am Anfang so viel Hintergrund und „Nebengeschehen“ aufgebaut wird. Aber das stört mich immer erst nur, wenn ich am Ende bin und für mich nicht alle Fäden ausführlich genug zu Ende gebracht werden.
Die Sprache gibt dem jeweiligen Charakter den nötigen Hintergrund (z.B. Evelyn, Riley’s Mutter, eine echte Südstaatenschönheit = sehr distinguiert). Das verdient wie gehabt –>  3 Punkte.

*****Mein Fazit*****

Ich kann nicht sagen, ob es an der Lovelybooks Leserunde und meiner Verpflichtung (= es in einem bestimmten Zeitrahmen an der Leserunde teilzunehmen) lag. Oder ob die Wandlung im Buch (lasst euch überraschen, hier wird nicht gespoilt) mich irritiert hat. Mary Kay Andrews hat (erneut fällt mir gerade ein… da werde ich noch mal nachhaken und es später ergänzen) eine Richtung eingeschlagen, um den Spannungsbogen noch etwas auszubauen. Ganz ehrlich: das ist nicht schlecht und mag für viele Leserinnen funktionieren. Aber mir war es Zuviel des Guten. Mir endet das Buch so abrupt… vorher wird viel an Geschichte + Hintergrund aufgebaut und dann auf einmal: Epilog. Ich werde weiter die Bücher lesen, aber das Buch wird es nicht auf die Jahresbestenliste schaffen; es bekommt nur 13 Punkte.

*****Infos/Links*****

560 Seiten, FISCHER Taschenbuch ISBN 978-3-596-29785-6, 9,99 Euro, auch als Ebook erhältlich

Leseprobe vom Verlag
Verlagsseite zum Buch
Kurze Info (Verlag) zur Autorin
Gewinnspiel (Einsendeschluss ist der 20.06.2017) von der Zeitschrift Laviva
Andere Beiträge über Mary Kay Andrews auf meinem Blog.


* Das Buch wurde mir unentgeltlich vom Verlag im Rahmen der Lovelybooks Leserunde zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung. 

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Über Nelle

Ich liebe Bücher. Schon bevor ich in die Schule gekommen bin, hat mich die Welt der Bücher gefangen genommen. Und seitdem hat sich nichts verändert. Jedes Buch, dass mir in die Hände fällt, wird gelesen. Na gut... nicht wirklich jedes. Aber fast jedes.
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